Der rotgefleckte Schierling (Conium maculatum)
ist eine sehr giftige Wildpflanze, die auch bei uns in der Region immer wieder an Wegrändern, Zäunen und auf Brachflächen auftaucht. Charakteristisch sind der hohle Stängel mit rötlich-violetten Flecken, die doldenförmigen weißen Blüten und der oft unangenehme, mausartige Geruch, besonders beim Zerreiben.
Wichtig zu wissen:
👉 Alle Pflanzenteile sind hochgiftig, auch im getrockneten Zustand.
👉 Schon kleine Mengen können für Menschen und Tiere gefährlich sein.
👉 Besonders riskant ist Verwechslung mit harmlosen Doldenblütlern wie Petersilie, Wiesenkerbel oder Dill.
Gerade in einer Kleingartenanlage ist deshalb besondere Vorsicht geboten – vor allem wegen Kindern, Haustieren und der Nähe zu Nutzpflanzen.
Was sollte man beachten?
Nicht anfassen und keinesfalls ausreißen mit bloßen Händen
Keine Pflanzenteile kompostieren
Beim Entfernen Handschuhe, lange Kleidung und ggf. Schutzbrille tragen
Pflanzen möglichst vor der Samenbildung entfernen, da sie sich stark ausbreiten
Entsorgung über den Restmüll, nicht über den Grünschnitt
Da der rotgefleckte Schierling zu den besonders problematischen Giftpflanzen zählt, ist es sinnvoll, den Fund im Verein bekannt zu machen und – falls nötig – Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde oder dem Grünflächenamt zu halten, bevor größere Maßnahmen erfolgen.
Fazit für die Gartenfreunde
Der rotgefleckte Schierling ist kein Grund zur Panik, aber ein klarer Fall für Aufmerksamkeit und sachgerechten Umgang. Mit Information, Vorsicht und koordiniertem Vorgehen lässt sich die Gefahr gut eindämmen.